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überfischung

Lexikon-Eintrag - Veronika - August 19, 2022 - 1 min Lesezeit
Fischschwarm

Es wird dem Meer mehr genommen, als nachwachsen kann: Das ist, ganz kurz und prägnant erklärt, Überfischung.

Was ist Überfischung?

Überfischung bedeutet, dass zu viel Fischerei so viel Fisch aus den Meeren fängt, dass die Fischbestände nicht mehr nachwachsen können und stark schwinden. Die Zahlen sind erschreckend: Im Jahr 2006 wurden 63 Prozent der Fische aus der Hochsee entnommen. 87 Prozent der Fischarten waren ausgestorben, überfischt oder drohten zu kollabieren. Den Fischbeständen in den Weltmeeren fehlt die Möglichkeit, sich zu erholen.

Wieso kommt es zur Überfischung?

Ein Problem sind die immer besseren und moderneren Schiffe, die durch ihr ausgeklügeltes Sonar-System Fischschwärme aufspüren und einfangen. Mit dieser Technik werden die Tiere auch in ehemaligen Rückzugsgebieten wie Korallenriffe und größeren Tiefen auf.

Es fehlt eine übergreifende Politik für einen nachhaltigen Umgang mit den Meeren und ein nachhaltiges Fischereimanagement. Und auch wenn der Aufwand immer größer wird: Es lohnt sich weiterhin, weil die Nachfrage nach Fisch so groß ist. Hier liegt die Chance in den Händen der Verbraucher:innen, die mit einer pflanzlichen Ernährung Probleme wie Überfischung, illegale Fischerei und Beifang nicht unterstützen.

Was ist das Problem der Überfischung?

Die Ökosysteme der Meere verändern sich durch die Überfischung stark, die Nahrungskette ist gestört. Die Bestände großer Beutejäger wie Thunfisch, Schwertfisch und Kabeljau reduzierten seit Beginn der industriellen Fischerei in den 1950er Jahren zu 90 Prozent.

Wenn ein solch tiefgreifender Wandel in der Nahrungskette erfolgt, führt das zu einer Veränderung der gesamten Meeresumwelt. Eine Folge könnten Rekordvorkommen von Quallen sein.