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kritischer konsum

Lexikon-Eintrag - Nanine Roth - Juli 7, 2022 - 1 min Lesezeit
Kritischer Konsum

Kritischer Konsum unterstützt gezielt umwelt- und sozialverträgliche Produkte, auch wenn damit unter Umständen höhere Kosten oder ein größerer Aufwand verbunden sind. Wer kritisch konsumiert, verbessert den persönlichen ökologischen Fußabdruck. Mit einem unterschätzten Nebeneffekt: durch die eigene Vorbildfunktion wird auch die CO2-Bilanz der Mitmenschen verbessert!

Was versteht man unter dem Begriff Kritischer Konsum?

Kritischer Konsum beinhaltet den Wunsch nach einem Kaufverhalten, das nachhaltigeres Essen, Einkaufen, Wohnen und Reisen beinhaltet. Der Hintergrund: Jede unserer Kaufentscheidungen hat einen Einfluss auf die Welt, und das meist keinen guten. Würde jeder Erdbewohner so viel Fläche beanspruchen und so viele Treibhausgase ausstoßen wie wir Menschen in Europa, müssten wir drei Planeten in Reserve haben.

Um etwa zwei Drittel müssen wir unseren ökologischen Fußabdruck verkleinern, damit die Erde ein für uns bewohnbarer Ort bleibt. Deshalb wählen immer mehr Menschen den Weg des „kritischen“ oder „strategischen“ Konsums. Sie wollen so leben, wohnen, einkaufen und sich fortbewegen, dass der Rest der Welt nicht darunter leidet.

Reichen kleine Schritte bereits zu einem kritischen Konsumverhalten?

Die Selbsteinschätzung von bereits nachhaltig lebenden Menschen entspricht zum Teil gar nicht der realen persönlichen Ökobilanz, ergab eine Studie der TU München. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überschätzten die Einspareffekte ihrer kleinen Schritte. Die Krux: Wer über ein hohes Einkommen verfügt, hinterlässt durch eine größere Wohnfläche, höhere berufliche Mobilität und häufigere Fernreisen einen größeren ökologischen Fußabdruck auf der Welt, als die kleinen Öko-Schritte kompensieren könnten. Es braucht also mehr.

Was sind die effektivsten Investitionen für einen kritischen Konsum?

Besonders effektiv ist: